Millionkredit Meldewesen
Millionenkredit Meldewesen entfällt – Optimierungschance für Systeme und Prozesse
Die BaFin und die Deutsche Bundesbank haben vorgeschlagen, das Millionenkredit Meldewesen (§ 14 KWG, auch „Mio-Meldung“ genannt) zum 30. Dezember 2026 einzustellen. Für Banken bedeutet dies nicht nur Bürokratieabbau, sondern auch die Möglichkeit, Meldewesenprozesse, Schnittstellen und Datenhaushalte (DWH/ETL) strategisch zu optimieren. Hintergrund der Entscheidung ist die zunehmende Relevanz der europäischen Kreditdatenmeldung AnaCredit, die nationale Doppelstrukturen zunehmend überflüssig machen.
Mit dem Wegfall der Mio-Meldung entstehen zugleich neue fachliche Fragestellungen: Welche Anforderungen bleiben bei Gruppenbildungen und Abhängigkeiten bestehen, wie verändern sich Prüfprozesse und Datenflüsse, und welche Systeme werden künftig obsolet? Mit spezialisierter Expertise unterstützt die Leonidas Beratung Institute dabei, diese Entwicklungen frühzeitig zu bewerten, Auswirkungen fundiert einzuordnen und daraus gezielte Maßnahmen für Organisation, Datenhaushalt und Meldewesenprozesse abzuleiten.
Wegfall der Meldung – neue Potenziale für Ihr Meldewesen
Trotz der regulatorischen Entlastung sind zahlreiche fachliche und technische Prozesse betroffen. Der Wegfall der Millionenkreditmeldung eröffnet Instituten die Chance, bestehende Strukturen zu entschlacken, Kosten zu reduzieren und die Architektur nachhaltig zu optimieren.
1. Meldewesenprozese und -reporting vereinfachen
Viele Institute betreiben umfangreiche Module zur Erfassung, Validierung und Übermittlung von Millionenkrediten. Mit dem Wegfall der gesetzlichen Pflicht können:
- nicht mehr relevante Konfigurationen und Parameter zurückgebaut,
- Validierungsroutinen und Kontrollmechanismen, die ausschließlich dem Millionenkredit Meldewesen dienten, deaktiviert
- sowie zugehörige Reporting-Läufe und Batch-Prozesse entfernt werden,
um den operativen Betrieb signifikant zu verschlanken, IT- und Fachbereiche nachhaltig zu entlasten und Ressourcen für andere, weiterhin relevante regulatorische Themen freizusetzen.
2. Schnittstellen und IT-Architektur bereinigen
Datenzulieferungen aus Kernbanksystemen, Kreditprozessen oder Anwendungen sind häufig speziell für diese Meldung implementiert. Entfallen die Anforderungen, können Institute ihre Schnittstellenlandschaft entschlacken, Redundanzen abbauen und die IT-Architektur stabilisieren.
3. Data-Warehouse- und ETL-Prozesse (DWH) optimieren
Millionenkreditdaten werden vielerorts historisiert, transformiert und für interne Kontrollsysteme genutzt. Mit dem Wegfall der Meldung können das DWH, ETL-Jobs, Datenmodelle, Tabellen und Berechnungslogiken gezielt bereinigt werden. Dies senkt Betriebskosten, reduziert die technische und fachliche Komplexität und kann zugleich die Effizienz und Konsistenz der Datenflüsse für andere regulatorische Meldungen verbessern.
4. Prozesse verschlanken und Meldewesen effizienter aufstellen
Von der Anlieferung der Daten über deren Verarbeitung und fachliche Bearbeitung bis zu Freigaben und dem finalen Reporting durchlaufen viele Institute komplexe Prozessketten.
Ein geordneter Rückbau ermöglicht:
- Effizienzsteigerung in der Organisation,
- Abbau unnötiger Prüf- und Freigabeschritte,
- Neuausrichtung auf wertschöpfende Tätigkeiten wie Datenqualität, Risikodatenaggregation und stärkeren Fokus auf andere regulatorische Meldeanforderungen
Nutzen Sie die Abschaffung des Millionenkredit Meldewesen als Chance
Die regulatorische Änderung bietet weit mehr Potenzial als nur den Wegfall einer Meldung. Sie ist der ideale Zeitpunkt, um Ihr Meldewesen zu modernisieren, Schnittstellen zu bereinigen, DWH-Strukturen zu optimieren und Prozesse effizienter auszurichten.
Wir unterstützen Sie dabei – fachlich, technisch und strategisch.
Ob Impact-Analyse, Rückbau Ihrer Meldewesenstrecken, Optimierung von ETL-Prozessen oder vollständige Neuausrichtung Ihrer Meldewesen-Architektur:
Die Leonidas Beratung bringt fundierte Methodenkompetenz, tiefes Regulatorik-Wissen und ausgeprägte technische Umsetzungserfahrung ein.
Sprechen Sie uns an und starten Sie mit uns Ihr Optimierungsprojekt.